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So wichtig bleibt analog im digitalen Zeitalter

 
 
Der Schweizer Digitaltag sensibilisierte an zahlreichen Orten in der Schweiz für neue, digitale Technologien und Trends – natürlich auch digital. Das Viva-Team nahm im Hauptbahnhof einen Augenschein und stellte Erstaunliches fest.

 

Die Viva beschäftigt sich regelmässig mit Trends und Entwicklungen – nicht nur heute zum Thema Digitalisierung. Vielleicht waren wir an diesem Donnerstag übermotiviert. Oder es lag an der berühmt-berüchtigten senilen Bettflucht? Denn sogenannte Digital Natives sind wir allesamt nicht. Das ist schliesslich einer der Gründe, dass wir uns um 8 Uhr im Zürcher Hauptbahnhof trafen. Heute findet der Schweizer Digitaltag statt, ins Leben gerufen von der Standortinitiative Digitalswitzerland von Marc Walder. Und als Content-Agentur schadet es bekanntlich nicht, am Puls der Zeit zu sein, zumal der Digitaltag selber ein wunderbares Beispiel für Content Marketing ist.

Nun denn: Seine Türen öffnete der Digitaltag im Zürcher Hauptbahnhof, als die Zeiger der grossen analogen Uhr, die noch immer als Verabredungspunkt dient, 9 Uhr anzeigten. Die Türöffnung war in diesem Fall etwas konkreter das Entfernen des Trassierbands, das um die Stände der grossen Digitalausstellung gezogen war. Natürlich waren wir nicht allein auf digitaler Entdeckungsreise. Interessierte Passanten bremsten ihren hektischen Gang durch die Bahnhofshalle und liessen sich von den allgegenwärtigen Hostessen (männlich und weiblich) an die verschiedenen Stände locken.

An den Ständen wurden verschiedene Ebenen der digitalen Faszination serviert – natürlich zum selber erleben. Mit einen (virtuellen) Formel-E-Boliden unfallfrei eine Rennstrecke im Simulator zu durchfahren, erwies sich als knifflig. Zum Glück waren Ausritte ins Grün oder gar in die Mauer auch nur virtueller Art. Überhaupt waren VR-Brillen und virtuelle Realitäten spannende Experimentierfelder. Auch wir wissen nun, wie sich SRF-Wetterfrosch Thomas Bucheli auf dem Meteo-Dach fühlt – nicht zu Unrecht hiess der Stand «Mutprobe». Der erfolgreiche Triathlet Ronnie Schildknecht motivierte die Leute, auf einem auf einer Rolle montierten Fahrrad einen Kilometer auf einer Strasse durch eine wunderbare Landschaft zu fahren. Letztere war virtuell, das Pedalen selbst real.

Was aber auch auffiel: Bei aller digitaler Präsenz und Innovation an den zahlreichen Ständen und zu unterschiedlichen Themen wie «Mobilität», «Media & News», «Work 4.0» oder «Lifestyle», war der analoge Kontakt ein zentraler Aspekt. Ringier, massgeblicher Treiber hinter dem Digitaltag, produzierte ein 92-seitiges Magazin mit komplementären Hintergrundberichten und crossmedialen Verlinkungen. Die Firmen und Organisationen hinter den Ständen, die selber auch sehr analog präsent waren, setzten auf die direkte Ansprache von Mensch zu Mensch. Wettbewerbe und andere Talons wurden mit Kugelschreiber auf Papier ausgefüllt.

 

Es bleiben also diese fünf zentralen Erkenntnisse:
  1. Print lebt. In Verbindung mit crossmedialen Inhalten und «Augmented Reality» mehr denn je.
  2. Der Mensch ist und bleibt der wichtigste Faktor im B2C.
  3. Um ein Produkt «an den Mann zu bringen», bringt man es am besten emotional erlebbar an den Mann (und die Frau natürlich) – im Wortsinn.
  4. Ein gut inszenierter Event generiert Aufmerksamkeit, wenn er mit einer zielgerichteten Content-Marketing-Strategie begleitet wird.
  5. Das «Wie» ist wichtiger als das «Was». Will heissen: Nicht das Produkt selber fasziniert, sondern die Story, wie es vermittelt wird. Oder würden Sie an einem ganz normalen Tag in der Bahnhofshalle auf ein fix montiertes Velo steigen und einen Kilometer strampeln?
 

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