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Wir wissen, was in unseren Schubladen liegt!

 
 

Eine Denkaufgabe: Was verbinden Sie mit einem Archiv? Staub. Fensterlose Räume. Kühles Klima. Sterilität. Einen Ort, den Sie im Alltag lieber meiden? Zugegeben, Archivarbeit ist staubtrocken. Der Lohn – sowohl für eine Agentur als auch für deren Kunden – ist jedoch gross. Wir nahmen uns der Aufgabe an. Unser Weg zum Wissensmanagement.

 

Jede Organisation kreiert, hegt und pflegt eine individuelle Kultur. Die Viva hat sich seit der Gründungszeit auf die Fahne geschrieben, mit Content zu punkten und die Leser mit Wissensmehrwert zu versorgen. Dazu gehört es, journalistisch und gründlich zu recherchieren, Fakten zu überprüfen, Aussagen zu vergleichen, Botschaften zu pointieren. Diese Prozesse haben einen gemeinsamen Nenner: Hintergrundwissen. So folgen die fünf Viva-Journalisten dem altbewährten, aber noch immer zentralen Credo: Lesen, verstehen, verifizieren, zusammenführen und für unsere Kunden zum richtigen Zeitpunkt auf dem richtigen Kanal publizieren. Dies, so sind wir sicher, kann noch längst keine Maschine.

Frühjahrsputz in den Viva-Schubladen

Dieses Werthaltungsplädoyer mündet allerdings unweigerlich in einem Big-Data-Problem. Denn das hausinterne Wissenssystem muss weiterentwickelt werden, was – im Tummelfeld der recherchierenden Mitarbeiter und im permanenten Kundenkontakt – zu einem komplexen und vielschichtigen Netz aus Quellen und langfristigen Fakten heranwächst. Wissen, das nicht in Schubladen verstauben sollte.

Denn: Gilt es einen profunden Text zu erarbeiten – wir Agenturen sind im steten Effizienzwettbewerb – bedarf es stichfester Fakten. Für diese Textarbeit wollen wir uns die nötige Zeit lassen, ergo keine Zeit bei der Suche in unseren Schubladen verlieren.

Die passende Truhe für den Wissensschatz

Für eine ausgebildete Historikerin ist das Quellenmanagement eine Einladung zum Nachhaltigkeitscheck. Sind heute spannende Beiträge aus dem World Wide Web morgen schon überholt? Wie sollen wir die Quellen inventarisieren, damit alle Nutzer der Datenbank möglichst schnell zum richtigen Inhalt gelangen? Wie stellen wir sicher, dass Inputs unserer Kunden zum richtigen Zeitpunkt aktiviert und in einem Artikel einfliessen können?

Zunächst gilt es also, die Spreu vom Weizen zu trennen. Nur zehn Prozent der gesammelten Quellen gehören in der Regel zu den sogenannten harten Fakten. Das sind jene Datenträger, die allgemeingültig, verbindlich und frei von Deutungshoheiten sind. Darunter fällt also – zu unserem Leidwesen – nicht die Sprache, denn diese transportiert Werthaltungen, Emotionen und Kalkül.

 

Abbildung: Ferdinand de Saussure prägte die Semiotik, die Lehre der Zeichen. Diese besagt, dass jedes sprachliche Zeichen eine Stellvertreterfunktion hat. Das Zeichen ist eine Idee, die lediglich sprachlich auf das Bezeichnete verweist. «Signifié» (Bezeichnetes) steht also für die Vorstellung, «Signifiant» (Bezeichnendes) für das Lautbild.

Wir checken also auf einer Metaebene weiter: Woher stammt der Artikel? Wie wird dessen Quintessenz im Forschungs-/Meinungsdiskurs bewertet? Für welchen Kommunikationsbereich könnte dieser für uns relevant sein?

Wir machen uns also für Fähigkeiten stark, die dem noch nicht in der Praxis flächendeckenden Jobbild des «Data-Scientist» oder «Data-Experten» zugeordnet werden.

Wir Journalisten der Viva sind dazu bereit, diesen Weg zu beschreiten und uns ins Archiv der Moderne zu wagen. Ein Datenarchiv, das nicht nur grosse Fenster und angenehme Temperaturen vorweist, sondern auch ein Raum der Begegnung werden soll: Nämlich für den Austausch mit unseren Kunden, die sich auf das Viva-Wissensmanagement verlassen und davon profitieren sollen.

 

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