Weshalb Pfannkuchen die Küche meidet

Unser neuer Mitarbeiter Timothy Pfannkuchen ist einzigartig. Weshalb das so ist und wann er zur Kasperklatsche greift, erklärt er in unserem kurzen Begrüssungsinterview.

Magst du eigentlich Pfannkuchen?

*Augenroll*. Wobei das selten gefragt wird. Die Standardsprüche lauten «Uh, sooo fein.» und «Das han ich erscht geschter gha.» Letzteren finde ich doof, weil er in der Regel schlicht gelogen ist. Aber, um die Frage zu beantworten: Eierspeisen – nie würde ich «Pfannkuchen» sagen, siehe unten – schmecken mir super!

Du hast bezüglich Pfannkuchen sicher schon alles einmal gehört. Wie steht es denn mit den eigenen Pfannkuchen-Kochkünsten?

Ich habe meiner Frau einmal (!) ein Menü gekocht. Das Steak war aussen verkohlt und innen gefroren, die Pommes hatten die Konsistenz von Kartoffelstock und einen Beigeschmack, weil ich statt Salz Salatkräuter erwischt hatte, und die Sauce ist bis heute nicht fertig. Küche ist nicht meins. Ich scheitere bereits daran, dass mir schleierhaft ist, wo man abends um acht noch kochendes Wasser kaufen soll. Nächste Frage?

Kennst du den Unterschied zwischen Omeletts, die in der Schweiz bekannter sind, und Pfannkuchen?

Das weiss sogar ich als Küchenlegastheniker: Omeletts kommen ohne Mehl aus. Ich selbst komme ohne Omeletts aus – und ohne Pfannkuchen. Daheim benutzen wir ausschliesslich die Bezeichnung Crêpe, selbst wenn sie falsch ist. Ein bisschen Selbstrespekt darf sein, Pfannkuchen heissen bei uns daheim nur Menschen.

Wie nervig sind eigentlich die Wortspiele mit deinem Namen?

Ach, gar nicht. Ich erwäge lediglich gerade einen Mord. Und einen Suizid. Wobei ich beides besser lasse, weil ich die dann dräuende Schlagzeile fast schon erahnen kann: «Pfannkuchen fällt flach!».

Ich scheitere bereits daran, dass mir schleierhaft ist, wo man abends um acht noch kochendes Wasser kaufen soll.

Timothy «Tim» Pfannkuchen, neustes Redaktionsmitglied der Viva

Wie war das in der Jugend?

Grauenhaft. Ganz ehrlich? Traumatisierend. Aber daraus wird eine Trotzreaktion, und spätestens, wenn einem die (relative, ca. 300 weltweit, aber nur meine Frau und ich in der Schweiz) Einzigartigkeit bewusst wird, wird man stolz darauf. Den Namen merken sich alle, mit denen ich zu tun habe – im Guten wie im Bösen.

Gab es auch gelungene Wortspiele, die du vielleicht selbst wieder aufgenommen hast?

Nö. Mein Vater hatte bei verwunderten Ich-habe-mich-bestimmt-verhört!?-Gesichtern angesichts seines Nachnamens ein «…, wie gebacken» angefügt. Ich sage «Pfannkuchen – wie Pfannkuchen». Früher habe ich «…, wie Berliner Pfannkuchen» gesagt, aber dann dachten die Leute irgendwann, ich stamme aus Berlin. Unvergessen bleibt mir der Satz meiner Frau Silvia, als ihr nach der Annahme meines Nachnamens klar wurde, auf was für Reaktionen man stösst: «Das ist der beste Beweis, dass Liebe nicht blind macht, sondern blöd.»

Was verbindest du selbst eigentlich mit Pfannkuchen?

Blendendes Aussehen, athletischen Körper, sprühenden Charme, unfassbaren Intellekt. Kurz: Nicht mich.

Damit wir nicht ins Fettnäpfchen treten: Welcher Pfannkuchen-Spruch nervt dich am meisten?

Der/die Erste, der/die mich «Palatschinken» nennt, bekommt eins mit der Kasperklatsche – denn ich hasse Rosinen im Teig. Aber an sich ist’s mir wurst – das legt sich. Nur «Pfanni» werde ich echt ungerne genannt.

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